Diese Rundwanderung startet in Chignero, einem Ortsteil von Rapallo etwa 5 km von der Autobahnausfahrt entfernt. Am besten erkundet man diese Route an klaren Tagen, idealerweise am Morgen, um die herrliche Aussicht in vollen Zügen zu genießen.
Der letzte Abschnitt zum Gipfel ist mit EE (für erfahrene Wanderer) gekennzeichnet und führt über felsige Passagen, die mit Ketten gesichert sind. Hier ist volle Konzentration erforderlich und die richtige Ausrüstung – besonders stabiles Schuhwerk – ist unverzichtbar.
Chignero erreicht man mit dem Auto über die Straße nach San Pietro di Novella und hält sich an der Gabelung links. Nach dem Ort Sant'Andrea di Foggia endet die befahrbare Straße bei der Kirche neben privaten Parkplätzen, wo es auch einige kostenlose Stellplätze gibt. Alternativ kann man die Busse nutzen – die Fahrpläne sollte man vorher checken, da es nicht viele Verbindungen gibt und sonntags nur auf Anfrage fahren.
Links neben der Kirche folgt man der asphaltierten Privatstraße, verlässt sie aber nach wenigen Metern und geht links auf einen kleinen Pfad. Man orientiert sich an
und kurz darauf an
. Nach einem schönen alten Steinhaus wird der Weg eng und führt zwischen Sträuchern und Trockenmauern hindurch.
Der Pfad steigt kontinuierlich an und führt nach dem letzten Haus in den Wald. Hier überquert man einen meist trockenen Bach und gelangt zu einer ersten Weggabelung. Man biegt rechts ab und folgt den klaren Markierungen zum Passo Serra. Nun folgen unregelmäßige Steintreppen, unterbrochen von ebenen Abschnitten.
Bald verlässt man den Wald und betritt eine offene Zone mit wunderbar freiem Blick auf das Kap von Portofino und die umliegenden Täler. Auf dem gut markierten, mit Steinen befestigten Weg gelangt man ohne Schwierigkeiten zum Grat, von wo aus man auch das Val Fontanabuona sehen kann.
An der nächsten Gabelung hält man sich rechts und folgt dem ansteigenden Weg mit der Markierung XX und
, der kurz in den Wald führt. Nach etwa 100 Metern verlässt man die XX und folgt stattdessen
, das einen zurück zum Grat bringt.
Ein steiler, aber lohnenswerter Anstieg führt zu einem Strommast, von wo aus man das Ziel schon sieht. Hier beginnt der anspruchsvollste Abschnitt – mit der nötigen Vorsicht und etwas Erfahrung aber durchaus machbar. Zum Gipfel hin muss man einige kurze Passagen über felsiges Gelände bewältigen, die mit Ketten gesichert sind. Auf der Spitze des Manico del Lume erwartet einen eine 360°-Aussicht, ein Gipfelkreuz und eine CAI-Tafel mit den Namen aller umliegenden Berge.
Für den Abstieg folgt man dem Weg auf der gegenüberliegenden Seite des Kreuzes, der anfangs zwei Markierungen hat:
und
.
An der Gabelung folgt man dem Schild „Chignero-direttissima" und geht rechts. Die rote Markierung ist nicht überall vorhanden, aber Bänder an den Bäumen und Farbzeichen leiten sicher durch den Abstieg.
Der Weg führt zunächst durch den Wald, dann durch Bereiche mit Farnen und Brombeeren, die in den wärmeren Monaten den Weg etwas erschweren können.
Der Abstieg wird dann besonders interessant: Man folgt alten Steintreppen, die einst die Häuser des Ortes verbanden – von einigen stehen noch Ruinen.
Wenige Meter nach dem letzten, bewohnten Steinhaus trifft man wieder auf den Aufstiegsweg oberhalb der Kirche von Chignero.