Dieser Wanderweg ist als die Via dell'ardesia bekannt – benannt nach den Frauen, die hier früher Schieferplatten von den Steinbrüchen zum Meer transportierten. Sie wurden „Camalle" oder „Lavagnine" genannt. Neben dieser faszinierenden Geschichte bietet die Route landschaftliche Highlights von besonderer Schönheit.
Es empfiehlt sich, ausreichend Wasser für die gesamte Wanderung mitzunehmen, da man unterwegs keine Quellen antrifft.
Bei Nässe sollte man diesen Weg meiden, da die Schieferflächen rutschig werden können.
Der Ausgangspunkt liegt im Zentrum von Lavagna bei der Basilica di Santo Stefano (Piazza Guglielmo Marconi). Auf diesem Abschnitt gibt es keine durchgehende Markierung, nur gelegentlich verblichene rote Pfeile, die den Weg andeuten – insgesamt ist es aber schwer, sich zu verlaufen.
Man nimmt das Gässchen rechts neben der Kirche und folgt der Friedhofsmauer, kreuzt dann die Via Cogorno und geht etwa 200 Meter auf dieser asphaltierten Straße weiter. Danach führt ein Pfad links weiter, immer noch entlang des Friedhofs. Nach dem Friedhofseingang geht man etwa 400 Meter auf der Straße bis zur Cappella della N.S. della Neve. Hier nimmt man den Pfad nach links (Via Neve), der etwa 1 km ansteigt und mehrfach die Via Cogorno kreuzt, bis man an einer Kehre das Schild für Cogorno erreicht.
Von hier geht man etwa 50 Meter nach links und steigt dann rechts auf einen alten Saumweg auf, der zwischen Oliventerrassen und beeindruckenden Trockenmauern hinaufführt. Vorbei an Chiappe gelangt man zu San Bartolomeo, einer kleinen Häusergruppe mit herrlichem Blick auf den Golf von Tigullio.
Man überquert die Straße, geht hinter der weißen Kapelle vorbei und steigt bis zur Via Belvedere auf. Weiter bergauf passiert man die Abzweigung zur Via Campanile und nimmt nach etwa 20 Metern einen Pfad rechts, der zwischen Häusern hindurchführt.
Der Weg steigt über Teile der Via Costigliolo an, bis man an einer Kehre links auf die Via Giuseppe Raffo abbiegt. Dieser Pfad zeigt noch deutliche Spuren alter Bauernkultur: kunstvolle Trockenmauern und durchlöcherte „Ciappe" – Schiefersteine mit Löchern, in die man Holzpfähle zur Weinbergstützung einsetzte. Bald erreicht man einen wunderbar offenen, sehr aussichtsreichen Punkt, von dem man Lavagna, Chiavari und das gesamte westliche Tigullio überblickt.
An der Via Renda, einer asphaltierten Straße, geht man ein kurzes Stück nach links und biegt dann nach einem schönen Steinhaus rechts in eine kleine Treppe ein. Hier hat die Gruppo Alpini di Cogorno eine Gedenktafel für die Schieferträgerinnen angebracht.
Nun betritt man den Wald und wandert auf einem wunderschönen, mit großen Schiefersteinen gepflasterten Pfad. Dieser führt an einem verlassenen Steinbruch vorbei und erreicht nach etwa anderthalb Stunden den Monte San Giacomo (536 m) mit seiner charakteristischen Kirche. Hier gibt es Holzbänke zum Verschnaufen.
Holzpanels zeigen verschiedene Richtungen an. Man folgt dem Weg zum „Anello San Giacomo" mit der Markierung
. Nach etwa 500 Metern kommt man an einem zweiten Steinbruch vorbei und tritt dann aus dem Wald in einen wunderbar offenen Bereich mit 360°-Panorama. Der Blick schweift über den gesamten Golf – man kann sich kaum losreißen. Kurz darauf gibt es noch einen weiteren Aussichtspunkt mit einer kreisförmigen Konstruktion aus Schiefersteinen, die Richtungsangaben für die Berge im Hintergrund anzeigt.
Man wandert weiter nach Osten und gelangt nach mehreren Auf- und Abstiegen zum Monte Rocchette (701 m) und dann zur Colla, einem Wegkreuz mit Holztisch und Bänken.
Von hier an geht es nur noch bergab. Der Weg ist gut markiert mit
und man kann sich kaum verlaufen.
Zunächst führt eine Treppe aus Schiefersteinen (bei Nässe besonders rutschig) steil durch Kastanienwälder hinab, vorbei an alten Steinhäusern – Zeugen einer bewohnten Vergangenheit. Je weiter man vom Gipfel kommt, desto sanfter wird der Abstieg und die Landschaft verändert sich: Nun wandert man zwischen Terrassen und Olivenbäumen, immer mehr Häuser kommen in Sicht. Nach Crocetta erreicht man das wunderbar gelegene Santa Giulia, einen Ortsteil von Lavagna mit seiner schönen Pfarrkirche.
Man folgt weiter der gleichen Markierung und gelangt nach gut 2 km zur Via Tedisio, Ecke Corso Mazzini, wo die Wanderung endet. Von hier aus ist es ein Leichtes, zum Bahnhof oder zur Kirche S. Stefano – dem Ausgangspunkt – zu gelangen.