Eine Wanderung entlang der Hügelwege, die Pieve Ligure und Sori verbinden und zu acht Kirchen führen – jede mit ihrer eigenen Geschichte und ihrem besonderen Charakter. Den Anfang macht die Pfarrkirche San Michele Arcangelo auf der Piazza San Michele in Pieve Ligure Alta, erbaut um das Jahr 1000 und später immer wieder erweitert und verschönert.
Die Wanderung beginnt auf der Piazza San Michele, die man mit dem Auto erreicht (Parkplatz hinter der Kirche), mit dem Bus oder zu Fuß vom Bahnhof aus erreichbar ist – man folgt dabei den „Creuze" genannten Treppen (zum Beispiel die Scalinata al Campetto hinauf).
Links neben der Kirche geht es über die Via XI Febbraio hinauf, eine Treppe, die eine erste Straße kreuzt, die man ignoriert. Kurz darauf folgt die Via Michele Massone, eine wenig befahrene Straße, der man etwa 450 Meter nach links folgt. Dann sieht man rechts einen Pfeil, der den Weg zur Santa Croce anzeigt, gekennzeichnet mit
.
Nach einem anfänglichen, sanften Anstieg mit herrlichem Ausblick – immer das Blau des Golfo Paradiso vor Augen – wird der Weg zur Santa Croce steiler. Mehrere Pfade münden hier ein, bis man die zweite Station erreicht: die Kirche Santa Croce auf dem gleichnamigen Berg (518 m ü.M.).
Die Kirche steht an einem Ort von unglaublicher Schönheit. Ihre genaue Entstehungszeit ist unklar, doch sie soll aus dem 12. Jahrhundert stammen und war ein Wallfahrtsziel. Heute ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer, die sie von Sori, Pieve Ligure oder Bogliasco aus auf verschiedenen Wegen erreichen können.
Von der Kirchentreppe geht es links weiter, dem Zeichen FIE
folgend, auf einem Pfad zur Ortschaft Sella Cremeuxi. Dort verlässt man den Hauptweg und biegt rechts in Richtung Teriasca ab.
Man folgt den
noch ein paar Meter bis zu einer Weggabelung, wo man den ebenen Weg beibehält.
Jetzt gibt es keine Markierungen mehr, aber man kann nicht fehlgehen: Auf dem angenehmen Pfad, der durch ehemals kultiviertes Land führt, erreicht man die dritte Station, die kleine Kirche San Rocco di Teriasca.
Die blaue Kapelle wurde 1912 von den Bewohnern von Teriasca (Ortsteil von Sori) erbaut und hat eine besondere Lage – sie steht mitten im Weg mit Meerblick. Ihre leuchtend blaue Farbe macht sie von vielen Punkten der Gegend aus erkennbar.
Hinter der Kirche führt der Weg sanft hinab nach Teriasca, das wie eine Krippe auf der anderen Seite des Tales liegt und nach etwa 15 Minuten erreicht ist. Bei den ersten Häusern, wo Orientierungspfähle stehen, biegt man links ab, um ins Herz des charmanten Ortes zu gelangen und zum Platz der Pfarrkirche hinaufzusteigen. Dort gibt es einen Trinkwasserhahn.
Die Kirche San Lorenzo, vierte Station, wurde zwischen 1654 und 1657 auf Wunsch der Einwohner erbaut und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweitert.
Links neben der Kirche folgt man einem angenehmen Fußweg durch den Ort und die Terrassenfelder. Nach einem kurzen Stück auf der Straße erreicht man die fünfte Station: die kleine Kapelle NS della Guardia Cortino.
Die Kapelle liegt im Ort Cortino an einer Weggabelung, wo es auch einen Trinkwasserhahn gibt. Von hier geht es geradeaus durch den Ort und dann hinab nach Sori.
Der Weg endet bei einem kleinen Häusergruppe in Case Rovere, die man durchquert, um zum Ufer des Torrente Sori zu gelangen. Man folgt dem Bach bis zur Gabelung, biegt dann links auf die Via Mazzini ab und erreicht die lebendige Uferpromenade von Sori, besonders in der Sommersaison sehr belebt.
Nach wenigen Metern nach links steht man vor der Kirche Santa Margherita Antiochia, sechste Station der Wanderung.
Nach einigen Quellen wurde die Kirche ursprünglich im 12. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet, doch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde sie im heutigen Barockstil umgebaut. Der Glockenturm gilt als einer der schönsten Barockglockentürme Liguriens.
Nun geht es zurück auf die Via Cavour und folgt ihr nach Westen zu den letzten zwei Kultstätten: dem Heiligtum NS delle Grazie, erbaut 1509 zur Verwahrung der „Madonna du Pontin", einem kleinen, als wundertätig verehrten Gemälde, und dem Oratorium Sant'Erasmo, gegründet zwischen 1400 und 1500, heute Ort für religiöse und kulturelle Treffen und Konzerte.
Die Via Sant'Erasmo hinauf – sie schlängelt sich durch den charakteristischsten Teil des Ortes – folgt man den FIE-Markierungen (Sori – Santa Croce – Monte Cordona) und dem Sentiero Liguria. Man überquert die Via Aurelia an der Ampel und folgt ihr ein paar Meter nach links, bis man rechts neue Markierungen sieht.
Es ist die Via Manin, eine typische ligurische „Creuza", die zwischen den Häusern hinaufführt. Nach der Straße geht es links auf der Via S. Gaetano weiter, wo eine kleine Votivkapelle am Weg steht.
Hier gibt es die einzige Weggabelung, die verwirren könnte: Man geht geradeaus die breite Ziegeltreppe hinauf. Immer bergauf erreicht man die Via Chiossa, die ebene Straße, die links zum Parkplatz beim Friedhof von Pieve und dann zur Piazza San Michele führt – wo sich der Rundweg der 8 Kirchen schließt.